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01.07.2013
 

 

 
     

Neufassung der Bauprodukte-Verordnung (BauPVO)

Am 1. Juli 2013 hat die neue Bauprodukte-Verordnung (BauPVO) die seit 1989 geltende Bauprodukte-Richtlinie (BPR) abgelöst. Bauprodukte, die nach dem 1. Juli 2013 in Verkehr gebracht werden, müssen den Anforderungen der BauPVO entsprechen. Hersteller sind damit verpflichtet, für Bauprodukte eine Leistungserklärung zu erstellen und zur Verfügung zu stellen sowie eine CE-Kennzeichnung auf der Verpackung anzubringen.


Deutsche Fliese Hersteller

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Keramische Fliesen + Platten e.V. haben die erforderlichen Neuerungen fristgerecht umgesetzt und erfüllen alle Anforderungen der BauPVO.

Für Produkte, die bereits im Markt sind, ändert sich nichts.

Die Regelungen der Verordnung zielen auf die Sicherheit bzw. Unbedenklichkeit von Bauwerken für Mensch, Tier und Umwelt. Um diese Ziele zu erreichen, werden wesentliche Merkmale der Bauprodukte in harmonisierten Normen oder europäisch technischen Bewertungen präzisiert; für keramische Fliesen und Platten in der harmonisierten Norm EN 14411 im Anhang ZA.

Welchen Nutzen die BauPVO für die Abnehmer bringen soll, ist unklar, denn die Informationen werden bereits heute - zumindest von den verbandsorganisierten deutschen Herstellern - bereitgestellt. Vor diesem Hintergrund ist eine pragmatische und praxisorientierte Umsetzung der BauPVO wünschenswert, um den damit verbundenen Aufwand für alle Marktteilnehmer zu minimieren.

Anders als die bislang geltende Bauprodukte-Richtlinie (BPR) gilt die BauPVO unmittelbar in sämtlichen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und soll damit eine einheitliche Rechtssetzung sowie den freien Warenverkehr gewährleisten.

Die sich aus der BauPVO für Hersteller, Importeure sowie für Händler ergebenden Pflichten finden Sie in unserer Übersicht: "Neufassung der BauPVO – Anforderungen an Hersteller und Handel".